Der Flughafen Schönefeld
Etwa 22 Kilometer entfernt vom Berliner Stadtkern befindet sich im Landkreis Dahme-Spreewald der Flughafen Schönefeld. Neben den Flughäfen Berlin Tegel und Tempelhof handelt es sich um den größten Verkehrsflughafen in dieser Gegend. Vor dem Mauerfall war der Flughafen Schönefeld besonders interessant für die DDR, weil sich das Gelände außerhalb des Stadtgebietes von Berlin befand. Der Viermächtestatus regelte, dass dort auch Fluglinien der DDR starten und landen konnten, was in Tegel nicht möglich war. So konnten auch die Bürger von Westberlin Ziele im damaligen Ostblock erreichen.
Nachdem die DDR ihre Identität verloren hatte bedingt durch den Einigungsvertrag, kam es hier durch den Ausfall der staatlichen DDR-Fluglinien zu einem Einbruch der Passagierzahlen. Vor allem Chartergesellschaften nutzten zunächst diesen Flughafen, bis einige Billigfluglinien wie Ryanair, Easyjet oder Germanwings diesen Flughafen entdeckten. Die bedeutenden Fluglinien bevorzugten den Flughafen Tegel, weil dieser Flughafen näher am Stadtrand gelegen und auch moderner ausgestattet war.
Bedingt durch die Ansiedlung der Billigfluganbieter hat sich der Flughafen Schönefeld zu einem der bedeutendsten Flughäfen entwickelt. Es gibt hier vier Abfertigungsterminals, die miteinander so vernetzt sind, dass sie allesamt vom Flugpassagier leicht erreicht werden können. Infolge eines neuen Raumordnungsverfahren wurde nun politisch beschlossen, diesen Flughafen bis zum Jahr 2012 auszubauen zum einzigen Flughafen Berlin Brandenburg. Dieser Flughafen soll dann in der Lage sein, das gesamte Passagier- und Luftfrachtaufkommen zu bewältigen. Der Flughafen Tegel soll dann geschlossen werden.
