Das Nullenergiehaus
Wer in unserer Gegenwart modern bauen möchte hat sicherlich die Idee ein so genanntes Nullenergiehaus zu bauen. Unter diesem Begriff wird ein Bauwerk verstanden, welches keine oder nur wenig zugeführte Energie verwendet. Das heißt die Summe der benötigten möglichen Energieformen wie zum Beispiel Gas, Öl oder auch Strom geht, so wie es der Fachbegriff schon sagt, gegen Null.
Der gesamte Bedarf eines nach diesem Standard errichteten Hauses wird durch alternative und immer populärer werdende Energiegewinnungsanlagen gewonnen. Bekanntestes Beispiel hierfür sind angepasste Solaranlagen, die meist auf den Dächern der Häuser installiert sind und so kurze Übertragungswege innerhalb des Heimes garantieren. Allerdings werden die benötigten Energiemengen während der vollständigen Errichtung eines Nullenergiehauses nicht in die Berechnung mit einbezogen.
Das bekannteste Nullenergiehaus in Deutschland steht in Freiburg. Durch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse wird die Amortisationszeit für dieses Gebäude mit circa zwölf Jahren angegeben, das heißt die Kosten für die Menge der beim Bau benötigten Energieressourcen sind nach diesem Zeitraum wieder vollständig ausgeglichen. Diese anfänglich benötigte Energie für Einbau, Entsorgung,Transport von Baumaterialien oder Herstellung von Wohneinheiten während den einzelnen Baumaßnahmen wird in Fachkreisen als “graue Energie” bezeichnet. Dieser Begriff wird für die Herstellung von fertigen Anlagen und Gebäuden verwendet, bevor sie ihren eigentlichen Zweck erfüllen. Aus bautechnischer Sicht stellt das Nullenergiehaus eine Weiterentwicklung des Passivhauses dar.
